ToDo-List Dusiburger Seenplatte

Am Samstag wurde mit Claudia gleich die ToDo-Liste in Angriff genommen.

Unter nicht ganz optimalen Bedingungen:

– Der Herbst ist endgültig eingekehrt. Auf dem Weg nach Duiburg hat es fast ununterbrochen geregnet bei ca. 11° LT. Umziehen am Auto war noch witzig, im Badeanzug rumspringen und fassungslose Blicke ernten, sowie die Nachfrage eines Postboten aus dem Auto, ob es nicht zu kalt wäre?
– Danke der Wurzelentzündung und deren Behandlung beim Zahnarzt und mit Antibiotikum bin ich traingstechnisch noch weiter abgesackt.
Der See sieht auch nicht wirklich einladend  aus.

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Dann kommt zum Glück Claudia, um ihre Boje in Empfang zu nehmen und gleich einzuweihen.
Also ab, die orange-farbenen “Täschchen” unter den Arm und auf die warm-up Runde (2,75km).Danach einfach rein ins Wasser, wie immer. Allerdings hatten wir besprochen, aus diversen Gründen  (z.B. ungewohnte Kälte) dieses mal nicht gleich mit der lange Strecke (800m) zu starten, sondern den kurzen Weg zum Ufer links von der Brücke zu nehmen. Da bei dem Wetter auch keine Boote unterwegs waren, war das ein guter Plan.
Bis zum Bauch fühlt es sich an wie immer, beim dem darauffolgenden Mini-Kopfsprung (so mache ich das immer) ist es dann an Gesicht und Armen deutlich kälter *uffff* tapfere Claudia!
Nach kurzer Zeit (vermutlich die berühmten 90 Sekunden) ist aber alles wieder schön. Nein, schöner! Ws ist total entspannend, fast schon meditaitv. Fast immer bin ich ziemlich gleichauf mit Claudia, also keine Not zu schauen gleichmäßig geraedeaus, das kühle klare Wasser um mich und sonst nichts. Keine Boote, SUP´s etc., einfach nichts. Nach knapp 10 Minten sind wir am Ufer. Es waren ca. 300m und die WT ca. 13° (ich traue meinem Thermometer nicht…).

Dann kurz 10 Minuten laufen zum aufwärmen und wieder eine kurze Strecke schwimmen. Danch haben wir versucht, einen Einstieg zum Haubachsee zu finden, was aber leider nicht geklappt hat. Der Teil, den wir “umrundet” haben ist komplett eingezäunt.

haubachsee

Wie ich inzwischen herausgefunden habe, hat das einen Grund:

“Der Haubachsee ist Bestandteil der Sechs-Seen-Platte im Duisburger Süden. Er ist der Einzige der sechs Seen, der nicht der Öffentlichkeit zugänglich sondern dem Naturschutz vorbehalten ist.”

Die nächste Schwimmstrecke führt uns wieder zu unserer bereits bekannten Insel und auch dies ist wieder ein echtes Erlebnis über fast 600m und als wir die Insel betreten, regnet es. Es gibt dort keine Möglichkeit sich unterzustellen, also müssen wir nass werden… 😉

Zum Abschluß haben wir uns dann noch den Wambachsee vorgenommen

masurensee

Der See ist ncht wirklich schön und wir sind uns einig, dass wir ihn im Sommer gar nicht beschwimmen würden. Flach, stark bewachsen, irgendwie tot. Der Ausstieg gestaltet sich auch als Suchspiel, da die Uferböschung teils sehr steil ist. Aber wir sind ja inzwischen Pfadfinder und auch wenn es langsam wirklich spürbar kalt wird (die Kraft in den Armen lässt nach), – Schwimmen können wir ja eigentlich ganz gut 🙂
Zum Schluß noch etwas über 1000m warm laufen und schon sind fast 2 Stunden vorbei!Die Hände können nicht mehr viel, Maik muss mich von Boje und Bauchtasche befreien.
Der warme Tee und die Waffeln schmecken aber bestens und nach der ersten Tasse Kaffee zu Hause kommt dann auch wieder Leben in die Füße!
Ich ahne, dass mir das Winterschwimmen noch viel kalte, schwierige aber auch sehr schöne Momente bescheren wird.

Am 20. Oktober geht es nach Rheinsberg zum Ötilllö-Sprint  und danach kommt der Shorty in die Winterkiste!
Ich bin sehr gespannt auf Rheinsberg, im Moment soll es der Vorhersage nach nur 7°-8°  LT haben, das Wasser wird also auch maximal 13° warm sein…

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A step to the right…

weil immer nur Triathlon langweilig ist? Nö. Aber es kam irgendwie zu mir.

Talsperren und Seen – Um- und Durchquerungen

Am vorletzten Wochenende, nachdem ich wieder einen dieser unbeschreiblich schönen Läufe um die Eschbachtalsperre gemacht hatte, überlegte ich am Montag (Feiertag) , dass ich eigentlich spontan noch einen ähnlichen Lauf machen möchte, aber etwas kürzer.

Also auf,  zur Ronsdorfer Talsperre, die „kleine“ Runde , ohne Abstecher ins Zillertal.

Da es ja in der Umgebung noch eine Menge weiterer Talsperren und Seen gibt und ich einen Teil davon ja schon laufend oder schwimmend erkundet habe, drängte der Gedanke  sich förmlich auf, das Ganze einmal genauer zu betrachten.

Resultat: es gibt unglaublich viel Seen und Talsperren in NRW! Ein sehr großer Teil davon eignet sich durchaus zum Schwimmen und so ziemlich Alle zu Laufen! WOW! Ob 2016-2017 dafür ausreicht?

Ich habe Versucht, eine Übersicht zu erstellen, die ich dann “auffülle”. Leider ist diese Seite eher zum normalen bloggen gedacht, als zu diesem Zweck. Ich werde also immer mal wieder mit copy&paste arbeiten müssen, etwas Geschickteres fällt mir derzeit nicht ein.

ERLEDIGT oder teilweise erledigt:

Hitdorfer See Leverkusen

UMRUNDUNG                      „kurz“ , durchs Gehölz ca. 1,5km „lang“ auf Wegen mit
Stöckenbergsee ca. 5km (verschiedene Varianten)

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SWUMRUNDUNG           ca.1km

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Im Stöckenbergsee ist schwimmen ausdrücklich untersagt… t.b.d.

Fühllinger See  Köln

UMRUNDUNG                 verschiedene Varianten von Winterrunde (beleuchtet) 5,7 bis 7km

Swim1: Regattabahn eine Strecke = 2km, offiziell verboten!

Swim 2: Blackfoot Beach gr. Runde ca. 900m

„Nebenseen“: Vom Regattaturm aus betrachtet gibt es einen „See“ auf der nordöstlichen Seite  und ich bin zumindest schon einen Teil der ca. 1000m SWUMRUNDUNG bereits geschwommen, der See ist von (hübschen) Fischen und einer Menge Flora bevölkert, noch in sehr ursprünglichem Zustand und an vielen Stelle eingezäunt!

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Sieben weitere Nebenseen auf des westlichen Seite der Regattabahn. Einige sind miteinander und/oder der Regattabahn verbunden. Der Nördlichste liegt „hinter“ dem Startbereich der Regattastrecke. Diesen nenne ich hier mal „1“ und zähle in südlicher Richtung durch.

Nebensee 1, 2 ,3 und 4 von mir „unberührt“ Allerdings glaube ich, vor einigen Jahren mit Annette mal im See 1 geschwommen zu sein …

Nebensee 5 „Querung“ zu Nummer 6 ca. 400m

Nebensee 6: Am westlichen  Ufer liegt der Blackfoot Beach, an der östlichen Seite kann man von/zur Regattabahn und es gibt Ausstiege zum Bootshaus. Des Weiteren kann man in den See7 durchschwimmen  (erledigt!) und von See zu den Ausstiegen hinter dem Zielbereich der Regattabahn (erledigt).

TO DO: Nebensee 1-4 abschwimmen.

Sechs-Seen-Platte Duisburg

UMRUNDUNG – noch offen, es gibt aber markierte Wege von 5,10 und 14(?)km die ich schon das Ein oder andere Mal gelaufen bin. Ein schöne kleine Runde (2,8km) führt um den Masurensee.

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SWUMRUNDUNG

Masurensee – da an beiden Seiten ein Segel- (?) Verein/Verleih angesiedelt ist, ist die Runde etwas kleiner, als der eigentliche See – Ca. 1400m – mehrfach abgeschwommen

Wolfsee – direkt vom Masurensee erreichbar, einfach unter der Brücke durch. Auf der rechten Seite befindet sich das Freibad, an dessen Außenleine man prima entlang schwimmen kann. Das Stück von der Brücke bis zur Landzunge zum Böllertsee ist ca. 400m lang.
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Wildförstersee – im Wildförstersee befindet sich ein kleine Insel die man prima anschwimmen und auch wieder verlassen kann, vom Ufer aus ca. 300 m und von dort weiter Richtung Wolfsee-Ufer ca. 300m, da dort der Ausstieg nicht an vielen Stellen möglich ist

TO DO´s: Wambachsee, Böllertsee, Haubachsee (mit Insel!)
Seeumrundung ca. 8km

Unterbacher See Düsseldorf

UMRUNDUNG   – ca. 6km, es gibt aber eine schönere 10km Runde in den Eller Forst!

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SWUMRUNDUNG:

Es gibt am Nordstrand und am Südstrand 1 Schwimmbad, das am Südstrand hat eine geschätzte Leinenlänge von 200m.

Vom Südstrand aus gibt es seit 2013 das U-See Schwimmen, Start ist vor dem Schwimmbad, bis fast ans Ende des Sees im Osten und zurück – ca. 3,3 km

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Außerhalb der Schwimmbäder ist das Schwimmen ansonsten verboten!

Eschbachtalsperre  Remscheid                 

UMRUNDUNG                  kurz ca.3km mit leichten Steigungen (siehe unten) oder
wunderschöne, knappe 10km mit etwas mehr Wums

SWUMRUNDUNG           ist vermutlich nicht erlaubt, habe auch noch keine Stelle
gefunden, wo ein Einstieg möglich wäre

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Bleibtreusee Hürth

UMRUNDUNG                          knapp 5km

SWIMRUNDUNG                     noch nicht komplett, vom Stand einmal geradeaus und
zurück sind ca. 1500m  (Umrundung ca. 3km)

Ronsdorfer Talsperre Wuppertal            

UMRUNDUNG                              die kurze Runde um die Talsperre hat 1,3km, dazu kommt der
Weg vom Parkplatz und zurück für insgesamt ca. 4,5km                                                           Schöner ist aber, das Zillertal mitzunehmen, – ca. 7km mit
ein paar HM extra

SWUMRUNDUNG                        ist vermutlich nicht erlaubt, hab bisher nur Hunde
baden sehen

 

Wuppertalsperre  Radevormwald

UMRUNDUNG                                eigentlich 10km,- 1. Versuch misslungen, – 15km.
es gibt auch eine „offizielle“ 15km-Runde 

TODO:

SWUMRUNDUNG                          offizieller Einstieg an der Kräwinklerbrücke

Nordsee und Südsee Xanten              

UMRUNDUNG
SWUMRUNDUNG           nur einmal kurz durch die Südsee in den Kanal zur Nordsee 900m

Baldeneysee Essen

UMRUNDUNG                               14km schöne fast komplett falche Runde
SWUMRUNDUNG                        Schwimmen derzeit verboten, ab 2017 evt. ein Schwimmbad

 

Fuschlsee Salzburger Land

UMRUNDUNG                                   12km wellig, schöner Traillauf!

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SWUMRUNDUNG                            bisher nur Querung – 4,2km

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Und dann wären da noch:

Aggertalsperre

Bevertalsperre Hückeswagen
Beides noch nicht probiert, die Talsperre ist groß, nächsten Sommer?
Offizielle Lauf-Strecke 14-16km

Stausee Beyenburg
SWUMRUNDUNG ca. 1km lang und 140m breit (?)
UMRUNDUNG 1, 5km

Brucher Talsperre Marienheide
UMRUNDUNG 3,5km

Dhünntalsperre Kürten  Wasserschutzgebiet div. Wanderwege

Glörtalsperre

Lingse Talsperre

Neye Talsperre  Wipperfürth
UMRUNDUNG 12km – Naturschutzgebiet

Otto-Maigler-See Hürth

Panzertalsperre

Rurtalsperre

Denn 1. kommt es anders…

wenn es nicht so peinlich wäre, könnte man drüber lachen! Okay es ist zum Lachen.

Bänderdehnung oder Anriss (wäre nur mit MRT zu klären gewesen) am rechten Sprunggelenk.

Freitag Schwimmen mit Boris Stein (genauso langweilig wie erwartet), danach mit Simone planschen und Neo testen und shoppen und dann noch eine Bratwurst.

Und dann stand da dieser Kinder-Parcours14191903_10210309199111107_3301653204844416302_n

Ach, nicht für Kinder? hmmmm… mit Flip-Flops? Nee, aber barfuß geht das bestimmt!

Auch ohne aufwärmen! Und dann tritt man mal eben neben den letzten Reifen und ruckzuck wird der Knöchel dick.

Statt Halb-Distanz dann Sofa

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Beim CTW wurde der Schwimmstart wegen Gewitter verschoben, danach immer wieder Regen. Eigentlich hab ich Glück gehabt!
2 Wochen nur schwimmen, dann ein bisschen Krafttraining und Spinning-Rad.

Gestern, nach 19Tagen dann ein vorsichtiger Laufversuch über 5km. Beim laufen keinerlei Beschwerden, am Abend ein leichtes Ziehen, aber keine Schwellung. YEAH!

Das restliche Jahr ist umgeplant, am 21. Oktober geht es zur Richtung Mecklenburgische Seenplatte, nach Rheinsberg zum 1. deutschen ÖtiilÖ – Sprint.

11,8km laufen und 2,4km schwimmen in 5 bzw. 4 Abschnitten.

Training gestern gestartet :

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ist aber noch ausbaufähig!

Danach noch den Glühweinlauf in Marienhagen am 26. November und den Aachener Winterlauf am 4. Dezember, dann soll  es aber reichen.

Wenn es mit meinem geplanten “Winterschwimmen” klappt, traue ich mich vielleicht im Januar zu den “Ice Swimming German Open” . Aber bis dahin ist noch viel Zeit.

Jetzt freu ich mich erst einmal auf die 1000 Lakes!

, oder . ?

fast  fünf Wochen sind jetzt vergangen. Erstaunlicherweise bin ich die selbe Person und Alles um mich herum ist auch wie vorher 😉

Aber ich habe diese unglaublich schöne Medaille  und ich weiß, daß ich es wirklich getan habe und dass ich die meiste Zeit wirklich viel Spaß hatte.
Letzteres hat durchaus die Wirkung, daß ich gerne “Nochmal” möchte, aber es war schon eine Menge Arbeit im Vorhinein, auch wenn das Training wirklich gut geklappt hat, ich komplett gesund geblieben bin  und alles nach Plan gelaufen ist.
Darum gibt es für 2017 keine Pläne für  “was Größeres”. Eine paar Sachen sind in Planung, aber gemeldet nur der HM in Venlo.

Eine schöne Halbdistanz, vielleicht RuK fahren und im September den Norderney Triathlon.

Borken letztes Wochenende lief schon wirklich gut, – ausgenommen schwimmen. WOW, das war mal richtig übel. Schwamm drüber, haben die meisten Triathleten wohl schon öfter erlebt.

In 2 Wochen gibt es dann spontan die Halbdistanz beim CCTW, die ich gewonnen habe, ansonsten würde ich dort wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht mehr starten.

Mal sehen, wie eine Halbdistanz ohne Vorgabe läuft. Bocholt war ja unter der Prämisse “alles für Roth”.  Jetzt darf ich mal ohne Rücksicht auf Verluste und wenn es schief geht, tut es auch nix *YEAH*.

Mein Wunschvorstellung wäre unter 6:45h zu bleiben, Bocholt hatte ja bei 6:48h  “nur” 20 km Laufstrecke.

Danach noch der HM in Worms und dann ist chillen angesagt!

 

 

 

 

Jetzt nur noch ein Marathon!

.

.

.

Von da an war meine Welt wieder  100%  in Ordnung.

Nach relativ kurzer Zeit (4km?) merke ich, dass mir Luft fehlt. Normaler Reaktion:  Gehen, um den Puls runter zu bekommen . Als mir das zum 2. Mal passiert schaue ich genauer hin und sehe, dass ich überhaupt kein Problem mit dem Puls habe, der dümpelt auch beim Laufen im untersten G1 Bereich.

Komisch… nicht mehr lange und ich denke „Dixie wäre jetzt gut. Am liebsten BALD“

Kommt auch und ich lasse Marco ziehen, den Mitstreiter, mit dem ich mich irgendwo unterwegs „angefreundet“ habe.

Marco habe ich bald wieder eingeholt, aber mein Magen rebelliert immer stärker.  Es drückt in beide Richtungen, so sehr, dass ich genau überlege, wann ich laufe und wann nicht.  An fast jedem VP ins Dixie, aber ohne Erfolg.

Die km vergehen, irgendwann taucht Markus am Streckenrand auf und begleitet mich ein ganzes Stück. Während ich erzähle, schaue ich verzweifelt nach dem nächsten Dixie… ins Gebüsch geht gerade auch nicht, links Kanal, rechts das Gebüsch ist richtig steil. Markus beruhigt mich, dass man den nächsten VP schon sehen kann. Die ca.1,5km scheinen unendlich. Unterwegs stehen dann noch Sabrina, Heike und Guido und machen ein Foto für den Rest der Truppe.
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Markus „verlässt“ mich und ich besuche das Dixie… Auf Marco laufe ich auch wieder auf, – WENN ich laufen kann, geht es richtig gut. Kurz vor dem letzten Wendepunkt bei km28 steht das Mafia-Mobil und Markus mit seiner Tröte.  Auf dem Rückweg von der Wende bekomme ich einen Abschiedsklapps und hab nur noch knapp 1km zum nächsten Dixie. Ich hab mich daran gewöhnt…

Mit wechselnder Gesellschaft (einer der netten Herren schenkt mir ein Tempo für Notfälle!) geht es wieder zurück zum Kanal und am Kanal entlang. Wirklich nette Gespräche und massive Verwunderung, meinerseits, dass kaum jemand läuft :-O
Relativ bald sind wir dann wieder an der Lände und dort warten Sabrina und Tina ❤

Zeit genug um in aller Ruhe Tina´s Bericht anzuhören und zu erfahren, dass Carlotta fit genug ist, um Mama nach Roth zu schicken !

Die letzten 4-5km sind dann wieder meine und kurz hinter dem Marktplatz hab ich auch die Jungs zurück. Nach ein bisschen Schwatzen kommt km 41 in Sicht und ich kann einfach nicht mehr gehen, es tut mir kurz leid, dass ich alleine davon stürme, aber alles in mir schreit danach nochmal zu laufen, ins ZIEL zu laufen, über den roten Teppich zu fliegen, – ich kann nicht gehen und dabei strahlen.

Und es gelingt. Es fühlt sich unsagbar leicht an,  die letzten 2,5km in unter 14 Minuten zu laufen *g

Es ist inzwischen dunkel, aber ich höre „die Meinen“ schreien und ich gucke unvermittelt in das Objektiv von Eva´s Kamera
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und dann sehe ich nur noch das keuchten der vielen Leuchtkerzen im Stadion, unbeschreiblich viele Menschen sind noch da. Nach der letzten Kurve muss ich kurz bremsen, weil vor mir ein Staffel trabt und von Felix + Kameramann empfangen wird.
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Ich komme irgendwie vorbei, bekomme meine Medaille von ??? Ich kann nicht sagen, ob es Daniela Ryf war, aber sie war sehr nett.

Auf der Brücke stehen Tina und Niko und empfangen mich nochmal gesondert, – MIT Medaille.

Im Duschbereich warten schon Alex und Jörg und sie bleiben auch, bis ich fertig bin und Jörg leiht mir seine  Crogs, wofür ich sehr dankbar bin….

Ach ja… Dixies sind im Dunklen NICHT beleuchtet!

 

and now it´s do or die….

Der Start ist wie immer, das Schwimmen auch. Mein Kanal, – wir mögen uns….

Ein bisschen was ist dann doch anders, irgendwann schwimmen die Männer zu uns auf und es ist bis zum Ende als würde man in einem Schwarm schwimmen, für kurze Zeit sind wir Fische, glücklich und entspannt durchqueren wir das Wasser.

Okay, so ist es für mich. Vermutlich nicht für Jede(n). Ich finde es großartig.  Wieder kaum Wasserschatten, aber ein unglaublich entspanntes schwimmen in meinem Schwarm.

Was mich anfangs total verwirrt, sind relativ viele Mädels, die auf den ersten 200-300m Brust schwimmen, stehen bleiben, teilweise die Brille hochziehen oder sogar zu einem der Boote schwimmen. Es ist weder besonders kalt, noch wird viel „gehauen“ oder sonst was. Merkwürdig und nicht zu klären.

Die zweite Wende naht ebenso schnell wie die Erste und schon ist der Spaß vorbei.

Der Blick auf die Uhr zeigt knapp unter  1:21h *urgs* so schnell wollte ich nicht. Beutel ist schnell gefunden, ein Platz im Zelt auch.
Natürlich habe ich die Uhr falsch gedrückt, also nehme ich mir einfach mal die Zeit, sie neu zu starten, mit allem PiPaPo. Ich hab ja Guthaben *g

Abtrocknen klappt nicht so richtig, also muss die Hose über den feuchten Po.
Riegel kauend zum Rad, aber der Oat Snack ist einfach echt riesig, also kaue ich da noch eine bisschen, trinke was… Sonnenbrille, Handschuhe..ähm was liegt da noch im Helm?
Oh…. Die  zweite Schwimmbrille! Naja, die darf dann jetzt mal 180km in meinem Trikot spazieren fahren , wer weiß, vielleicht kommt ja noch eine Sintflut?!
Dann endlich los, an der weißen Linie auf den Sattel und  *klick* YES !

Dann fix durch die Zuschauer an der Ausfahrt, – nix mitbekommen, den kleinen Anstieg hoch und vorsichtig um die Rechtskurve. Oh, die ist gar nicht so eng, wie ich dachte…
über die Brücke und dann in die lange Linkskurve und da steht gefühlt der Halbe SV 13!
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Wow! Das war laut!!! Grinsend das Gefälle runter und es hoppelt kurz  – platsch, fliegt die Flasche aus dem Aerolenker weg. Als ich runter schaue, sehe ich warum: die Gummis hängen noch am Lenker. Sehr clever. Also gut, ich werde auch mit den verbliebenen 1,5l eine Weile auskommen.

Was danach kommt ist schwer zu beschreiben, die Zeit vergeht unglaublich schnell, Eckersmühlen fliegt vorbei, dann schnell runterschalten für den Kalvarienberg …OH ein Schild: 10% *ups*

Naja, maximal 400m und vorbei  isser. Auf der langen Steigung danach (4-5km?) rast Frodo auf dem Weg zum Weltrekord an mir vorbei. Lange Zeit später dann Fromhold…

Dann kommt schon das kurvige Gefälle und in der 1. Kurve liegt zwischen den Strohballen ein Rad, – in zwei Hälften! Nicht schön, zum Glück sehe ich den Fahrer nicht.

RappZapp ist auch das erledigt und es hat richtig Spaß gemacht!

Nicht mehr weit… und dann kommt ziemlich unerwartet der Kränzleinsberg, sowohl in Form seiner Steigung, als auch der Zuschauer und Peitchenschwinger.
kraenzleinsberg

Noch ca. 2km…Zumindest habe ich keine wirkliche Angst mehr.  Und dann kommt die vertraute Kurve, ich weiß genau wie es dahinter aussieht und dann passiert das unfassbare… ich merke, wie ich das tue, was Alle hier tun! Ich fange an über das ganze Gesicht zu grinsen, bekomme Gänsehaut und bin schneller das Hügelchen hoch, als ich denken kann.
Solar

Kurz vor der Kuppe steht wieder der SV 13nd schreit, was das Zeug hält! Ich grinse noch mehr und werde dieses Gefühl auf den nächsten 12km nicht mehr los. So komme ich am Kanal an und schreie Simone nur zu „ich will noch mal!“ und dann stehen da schon Eva, Markus und die Klöppis.

Irgendwie bin ich plötzlich in der zweiten Runde.  Aua, da zwickt was! Rechtes Schienbein! Rechter Oberschenkel!  Bestimmt zu sehr angestrengt! Hmmm,  DAMIT nochmal die 10% am Kalvarienberg und die 4-5km Steigung? Bitte lass mich nicht absteigen müssen! Ein ungutes Gefühl beschleicht mich für kurze Zeit.

Irgendwie vergehen die nächsten 30km ziemlich flott, mit Oat Snack, Pause im Gebüsch (Brennesseln, was sonst!), Flaschen tauschen usw.

Und ab dafür… och, schon oben. Tat da was weh? Öh, neee. Ganz vergessen 😉

Im Sturzflug runter, jetzt weiß ich ja, wo es geht. Übermut packt mich.. Mal sehen, wie nah ich an den Jungs vor mir dran bleiben kann – NAH…viel zu nah (am Montag zu Hause stehen da 60,2 km/h max Speed).
130km…nochmal Kränzlein, nochmal Solar, Heuberg… OH. Eckersmühlen. Rechts ab….
Ich rolle total entspannt in die T2
EinfahrtT2

Kaum habe ich mein Bein vom Rad ist es weg und jemand „schreit“ mich an „Startnummer nach vorne“. Ich gucke etwas doof, weil ich mich ja noch umziehhen will und die schöne neue Startnummer… dann sagt einer von links (inzwischen 3 Männer um mich!): „ich mach das schon“ und zieht mich weg.

Während „der Mann“ mich zum Wechselzelt bugsiert wo eine strahlende Thea auf mich wartet, der ich wörtlich in die Arme falle, realisiere ich, dass Herbert  mich „gerettet“ hat ❤ . Ein paar großartige Minuten im Zelt und schon stehe ich draußen.

Ich komme vielleicht 200m weit. Und dann stehen da Tina und Niko.

The days after …

finishing.

grotesk. traumhaft. verschwommen. unwirklich.

Im  Moment weiß ich nicht, ob ich jemals eine normale Empfindung “danach” haben werde. Es ist wie mit dem Training der letzte 7 Monate: einfach zu einem Film geworden, den ich nicht abrufen kann.

Ich habe Beweise, jede Menge, – ausgenommen Muskelkater. Todgeschont sagt Birgitta. stimmt auch, ich bin RTF gefahren (immer auf Wohlfühl-Kurs) in der Hoffnung, danach noch möglichst viele km laufen zu können. Meine Muskeln haben mir bestätigt, dass das auch geklappt hätte.
Aber Einer hatte was dagegen. Einer, den ich beim Trainig wohl vergessen habe einzubeziehen. Mein Magen.

Und jetzt ein Versuch das Ganze in eine verständliche, einigermaßen chronologische Reihenfolge zu bringen (eigentlich aussichtslos…) irgendwann beim schreiben oder lesen werde ich es vielleicht verstehen und die ganzen Glücksgefühle abrufen können, die ich ca. 15 Stunden mit mir herumgeschleppt habe.Urkunde Erdinger

Donnerstag – Abreise

Alle Beutel in den Taschen verstaut und ins Auto verladen. Mit etwas Verspätung bei Alex angekommen und trotz Frühstück ersteinmal zum Bäcker. Das Hungergefühl der letzten Tage hält an!

Unterwegs haben wir uns ein heißes Gefecht in Hunger und Schwitzen geliefert. Allmächtiger, das kann so nicht weitergehen. Ich habe mir noch nie mitten am Tag Deo unters T-Shirt gesprüht! Nach diversen Staus und viel Gekicher kommen wir doch nicht mehr vor 18 Uhr an und verschieben das Check-in auf Freitag (für mich sowieso, weil Udo meinen Ersatz-DTU -Ausweis am Freitag mitbringt).
Also einfach gemütlich einen Happen essen mit Andrea und Ludger und früh ins Bett.

Freitag – der härteste Tag der Woche.

Nach dem Frühstück ein kurzes Läufchen durch die wunderschöne fränkische Landschaft mit Alex und Ludger.

Dann zum Festplatz, Unterlagen für Alex holen, ein  bisschen bummeln und Kleingkeiten kaufen. Zur Erholung mit Jörg zum Italiener eine Kleinigkeit essen und viel mit der Bedienung lachen.
Iatleiner

Dann die Nachricht von Tina, – Carlotta ist aus dem Flieger gestiegen und in einem so schlechten Zustand, dass sie sofort zur Tropenklinik fahren werden.
Der Rest des Tages vergeht mit Blick auf´s Handy, Startunterlagen holen für mich (dabei hatte ich beinahe den ersten Heul-Flash, wenn mich nicht ein netter Herr mit einer Umfrage gerettet hätte), Isa bei der Sprintdistanz zujubeln, den Rest der Truppe treffen, Pasta-Party, zwischendrin 2 Nickerchen, weiterhin Unmengen essen, Nägel lackieren.

Wieso habe ich 2 Startnummern? Egal, Eine als Reserve in den T2- Beutel, falls die Erste beim Rad fahren zu sehr leidet. – Praktisch!

Nägel

Kappe

Beutel sortieren und packen ….

Beutel

und dann irgendwann die Nachricht, dass Carlotta mit Malaria-Diagnose auf dem Weg ins Krankenhaus ist. Warten auf Samstag….

Samstag – Pre-Race Day:

Gegen 6 Uhr die Meldung von Tina, dass es Carlotta besser geht!

Nach dem Frühstück eine kleine Radrunde mit Simone, Udo und Adreas. einmal durchgeschaltet, – läuft.
Kurz duschen und den Beutel für die T2 packen, Chip nicht vergessen und vorsichtshalber die Startnummer.
Und einen Beutel mit Krams für Birgitta usw…
Wir versuchen noch Marina beim Womens Run zu erwischen, verpassen sie aber wegen Dusseligkeit *hmpf*
Also auf zum Kanal, die Räder abgeben, leichtes Chaos, weil mein Rad bei Simone und Andreas im Auto ist, ich aber bei Guido und Udo. Treffen mit Simone und meinen Rad klappt, aber mein Helm liegt noch in Udo´s Auto. Auf´s Rad und zum Parkplatz. Udo ist nicht zu erreichen… als ich ihn endlich am Ohr habe, ist er MIT meinem Helm am Rad Check-In…
Gut, dass ich ein Rad habe! Irgendwie finden wir uns Alle und ich werde mein Rad los.
Udo geht alle Wege mit mir ab und wir quatschen alles durch. Ich sehe “meine” weiße Linie in beruhigender Entfernung zur Ausfahrt und trenne mich für eine Nacht von Rad und Helm.
Und von 2 Startnummern, wie sich dann herausstellt.
Zum Transport hatte ich die Startnummer für´s Rad in den roten Beutel gepackt. Nun waren Beide auf dem Weg zur T2. YEAH…. 😮
Unbedingt noch etwas Essen, dann zurück zur Messe, Birgitta und Guntram treffen, Wettkampfbesprechung verpassen…zur Linde – ESSEN  😉
Vermutlich bin ich zwischenzeitlich bei 65kg angekommen, aber glücklicherweise gibt es weit und breit keine Waage.

Zurück in der Pension noch ein halbes Bier, Tatoos anbringen und ins Bett.
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23 Uhr. 24 Uhr. 1 Uhr…
3:30 WECKER. autsch.

RACEDAY

Frühstück und dann schnell alle Klamotten schnappen, ab ins Auto, – Sabrina fährt uns Alle zum Schwimmstart. Die Brücke ist schon gesperrt und wir springen einfach nur raus.
Mit Alex an der Seite zum Info-.Stand, wo ich in 2 Minuten eine leere Startnummer zum Beschriften bekomme. ❤
Als ich vor meinem Rad stehe und auspacke, versinkt um mich herum Alles. Ich bin plötzlich im Vakuum. Mein Kopf und Herz werden ganz leicht und wieder bin ich den Tränen nahe.

ICH BIN DA!

Aber weiter, es gibt noch viel zu tun! Getränkeflaschen füllen und anbringen, Gels und Riegel ans Rad packen, T1-Beutel packen und wegbringen, After-Race-Beutel packen und wegbringen, Handy an Udo geben, Gel lutschen, Neo anziehen… UNMÖGLICH….nur mit viel Hilfe von Alex und Jörg, sowie den neuen Handschuhen bin ich gegen 6:45 endlich “drin”.
Jetzt aber los! Hand in Hand drängeln wir durch die grüne Männergruppe, die uns aber mit helfenden Händen nach vorne schiebt! Hopp rein in den Kanal und gerade noch Zeit in Richtung Start zu schwimmen.

 

 

Final Countdown

Das Lauftrikot ist da und passt. Größe 38 ohne anprobieren war ja schon mutig …

Udo hat mir neue Platten unter die Radschuhe geschraubt und das Rad für mich weggebracht, Samstag werde ich das dann  testen und hoffentlich für gut befinden!

Weil mein Neo an diversen Nähten zu platzten droht, hatte mir Simone ihren zum probieren gegeben :-*

Grundsätzlich war ich auf das Schlimmste gefasst, Sailfish und ich waren ja noch nie Freunde. Aber die Gefahr, in Roth plötzlich ganz ohne da zu stehen ist auch nicht besser und ob man für Sonntag einen leihen kann, weiß ich nicht. Spontane Neukäufe halte ich bei den Preisen für Neos für extrem doof, also habe ich dankbar das Angebot angenommen.

Wir hatten ein paar Einstiegsprobleme, – wörtlich! Bis ich in dem Ding drin war, war ich fix und fertig! Das ist ja die Hölle :-/

Ich habe schon kaum die Füße durch die Öffnungen bekommen. Dank Eva und ihren Handschuhen ging es dann irgendwie.

Zum Eigentlichen, – dem Schwimmen:

Die gute Nachricht: keine Atembeklemmungen und keine Luftnot, wie früher beim testen. Die Rolle am Hals ist entweder dünner geworden, oder sie sitzt jetzt anders, – auch besser. Das Schwimmen an sich fühlte sich durchaus gut an, bis auf die Tatsache, dass in dem Panzer (da kommt ja nicht mal richtig Wasser rein!!) ein normaler Beinschlag fast unmöglich ist! Der Triathlet als solcher mag diese Art der Behinderung ja wohl gerne, der Ex-Schwimmer ist kurzfristig hilflos.

Außerdem war ich echt froh, in letzter Zeit wenigstens ein bisschen was für meine Armmuskulatur getan zu haben, wir sind nur 1,5km geschwommen und ich hatte ziemlich lahme Arme und meine Schultern fanden das Ganze auch nicht so richtig toll.

Alles in Allem war ich allerdings relativ schnell, -dafür, dass ich eher entspannt geschwommen bin. Messungenauigkeiten sind im See ja immer extrem schwierig einzuschätzen, aber ich denke, letztlich war ich klar schneller als üblich.

Resümee: das Ganze gerne am Wochenende nochmals testen und dann entscheiden, ob ihn für Roth leihen darf.

Gestern habe ich aufgrund diverser Umstände spontan eine regenrative Runde um den U-See gedreht. Es war unglaublich friedlich (kurz vorm Halbfinal-Spiel), ich konnte sehr entspannt laufen und abschalten und dann habe ich zum ersten Mal den roten Teppich gesehen ♥

Also vor meinem geistigen Auge…
Also den hier:

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Es scheint, als würde in  meinem Kopf gerade ein bisschen Ruhe einkehren.

Jetzt noch ein schönes Wochenende mit EIN BISSCHEN Sport, Friseur, Massagage, packen.

Abreise.

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